FIP bei Katzen

Katzenliebhaber aufgepasst: Wie bei uns Menschen gibt es auch bei unseren liebsten Vierbeinern eine Reihe von Viruserkrankungen, die ihnen stark zusetzen können. Als besonders gefürchtet bei den Besitzern und ebenso gefährlich für die Katzen gilt dabei die Feline Infektiöse Peritonitis – kurz FIP. Eine Infektion mit dieser Krankheit ist für Ihre Katze lebensbedrohlich: Denn FIP tritt zwar selten auf, ruft aber starke Symptome hervor, ist kaum einzudämmen und führt letztendlich zum Tod – eine Heilung ist ausgeschlossen. Wie Sie die Erkrankung erkennen, welchen Verlauf sie nimmt und wie Sie Ihre Katze präventiv schützen oder bei einer Infektion behandeln können, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber.

FIP – Was steckt hinter der gefürchteten Katzenkrankheit?

FIP ist eine Abkürzung und steht ausgeschrieben für Feline Infektiöse Peritonitis. Was aber ist das? Beginnen wir mit einer klassischen Begriffserklärung:

  • F steht für Feline: Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Katze. Es gibt also an, dass es sich bei FIP um eine Katzenkrankheit handelt.
  • I steht für infektiös: Daraus geht hervor, dass es sich um eine Erkrankung handelt, die durch eine Infektion hervorgerufen wird. Die Infektion erfolgt über ein Coronavirus. Das heißt: FIP ist nicht per se ansteckend, das Coronavirus, das im Körper einer Katze zu FIP mutieren kann, jedoch schon.
  • P steht für Peritonitis: Das deutet auf eine verbreitete Symptomatik der Infektion hin. Peritoneum ist lateinisch und heißt auf Deutsch Bauchfell. Das Bauchfell – sprich die Haut, die den Bauchraum mitsamt den Organen umschließt – entzündet sich bei einer Ansteckung häufig. In diesem Fall sammeln sich oft große Mengen Flüssigkeit im Bauchraum. Aus diesem Grund ist die Infektionskrankheit auch als ansteckende Entzündung des Bauchfells bekannt.

Die durch die Infektion hervorgerufene Bauchfellentzündung kann durch den Oberkörper ins Brustfell wandern. Manche Infektionen laufen auch ohne Flüssigkeitsansammlungen ab. Man unterscheidet deshalb zwischen einer feuchten FIP mit Bauch- oder Brusthöhlenerguss und einer trockenen FIP ohne Flüssigkeitsansammlungen.

Immer wieder werden Katzenbesitzer vor FIP gewarnt. Zwar zählt die Infektion nicht zu den Standard-Katzenkrankheiten und tritt weltweit nur bei schätzungsweise 1 bis 2 % der Tiere auf, jedoch endet der Verlauf in der Regel tödlich. Wie die Ansteckung erfolgt und für welche Samtpfoten sie besonders gefährlich ist, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Wie die Ansteckung verläuft und welche Katzen besonders anfällig sind

Die Feline Infektiöse Peritonitis wird durch ein Coronavirus von Katzen – kurz FCOV (Felines Coronavirus) – ausgelöst.

FCOV als Auslöser: Verbreitung des Coronavirus bei Katzen

Eine Infektion mit Coronaviren ist für Ihren Stubentiger zunächst nichts Gravierendes und noch kein Grund zur Sorge. Stattdessen sind Coronaviren bei unseren felligen Freunden sogar recht verbreitet und können auf mannigfaltige Weise übertragen werden. Sie greifen zumeist den Magen-Darm-Trakt an und äußern sich durch klassische Erkrankungssymptome wie Durchfall, Erbrechen oder auch Katzenfieber. Erkrankte Katzen scheiden das entsprechende Coronavirus deshalb mit dem Kot aus.

Anders als zum Beispiel die Felinen Leukämieviren – kurz FeLV – überleben Coronaviren sehr lang und können auch Wochen später noch ansteckend wirken – auch wenn die Übertragungsrate mit der Zeit abnimmt. Über den Kot nehmen es schließlich andere Katzen auf, indem sie es einatmen oder verschlucken. Das Virus setzt sich nach der Übertragung in der Lunge oder im Darm fest, wird aber vom Immunsystem mit Antikörpern bekämpft. Ist das Immunsystem Ihrer Katze besonders intakt, kann es auch vorkommen, dass Symptome ganz und gar ausbleiben. Nichtsdestotrotz erstreckt sich die Ausscheidung über den Katzenkot häufig über mehrere Monate, bis letztlich keine Erreger mehr im Körper sind.

Zur Übertragung genügen oft schon kleinste Kotpartikel – die Ansteckung findet also nicht nur im Katzenklo oder in der Wildnis statt, sondern kann zum Beispiel auch über Textilien erfolgen, mit denen die Trägerkatze während ihrer Erkrankung in Berührung kommt: Kissen, Körbchen, Kleidung oder Ähnliches. Wenn das Coronavirus einmal da ist, verbreitet es sich deshalb vor allem in Haushalten oder Unterkünften, in denen mehrere Kätzchen zusammenleben, nahezu ungebremst. Eine besondere Hygiene oder eine Isolation können helfen, sind aber oftmals schwer umzusetzen oder setzen die Katzen zusätzlich unter Stress und schwächen so wiederum ihr gerade so dringend benötigtes Immunsystem.

Auch über Speichel und Nasensekret kann das feline Coronavirus an Artgenossen weitergegeben werden – an Menschen hingegen nicht.

Wie erkranken Katzen an FIP?

Während das FCOV monatelang im Körper der Katze aktiv und ansteckend sein kann, bedeutet dies nicht, dass Ihre Katze auch unter FIP leidet. Bei der Katzenkrankheit FIP handelt es sich um eine Mutation des Coronavirus. Um die Entstehung nachvollziehen zu können, bietet sich ein kleiner Exkurs in die Viruskunde an:

Grundlage: Wie Viren sich vermehren und Mutationen entstehen

Ob Katz, Maus, Hund oder Mensch – eine Virusinfektion verläuft im Grunde immer gleich. Viren sind winzige Moleküle, die in lebendige Zellen eindringen. Hat der Erreger es einmal in den Körper geschafft, beginnt er umgehend, sich zu vermehren. Das geschieht durch Replikation mithilfe einer Wirtszelle: Die Viren suchen sich Zellen im Körper der infizierten Katze, die das Erbgut der Viren reproduzieren und tausendfach freisetzen. Bei diesem Prozess kommt es immer wieder zu Veränderungen des Erbguts – sogenannten Mutationen. Manche beeinflussen das Krankheitsbild kaum, andere verändern es stark. Eine seltene aber sehr aggressive Mutation des Coronavirus ist das FIP-Virus.

Aus Corona wird FIP: Was bei der Mutation passiert

Wenn das Coronavirus im Körper der Katze mutiert und zum FIP-Virus wird, gibt Ihr geliebter Vierbeiner nicht kampflos auf und fühlt sich nicht unmittelbar schlecht. Das Immunsystem versucht nach wie vor, die Viren im Körper loszuwerden. Die Abwehr erfolgt mithilfe von sogenannten Fresszellen, welche die Viren als Eindringlinge erkennen, sie umschließen und eliminieren.

Das Problem: FIP-Viren sind so stark mutiert, dass sie die Fresszellen infizieren können. Passiert das, gelangen die Erreger ins Blut der Katze und verteilen sich im gesamten Körper.

Ausbruch von FIP: Infektion heißt nicht gleich Erkrankung

Durch die vorangegangene Corona-Infektion hat der Körper der Katze bereits Antikörper ausgebildet, die sofort mit der Bekämpfung des FIP-Virus beginnen können. Das kann Wunder wirken: Ist das Immunsystem besonders stark, kann es das FIP-Virus so gut unterdrücken, dass eine symptomatische Erkrankung, unter der die Katze leidet, erst Jahre später auftritt oder vielleicht sogar gänzlich ausbleibt.

Anders sieht es bei ohnehin geschwächten Kätzchen aus, deren Immunantwort weniger stark ausfällt. Besonders gefährlich kann FIP deshalb für folgende Gruppen werden:

  • Junge Katzen: Bei Kitten im Alter von bis zu 2 Jahren ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift. Zudem ist das Risiko einer Übertragung des Coronavirus von Muttertieren auf ihre Jungen aufgrund des nahen Zusammenlebens und der Fütterung besonders hoch.
  • Alte Katzen: Auch für die Senioren unter den Stubentigern ist das FIP-Virus besonders riskant. Ihr Immunsystem ist häufig geschwächt, oft kommen altersbedingte Vorerkrankungen oder Mangelerscheinungen erschwerend hinzu.
  • Kranke Katzen: Unter chronischen Erkrankungen können natürlich nicht nur alte Katzen leiden – somit stellen die kranken Tiere ebenfalls eine FIP-gefährdete Gruppe dar. Ihr Immunsystem ist zumeist schon recht ausgelastet und kann eine Virusinfektion weniger leicht wegstecken.
  • Gestresste Katzen: Auch Stress kann das Immunsystem massiv schwächen und die Anfälligkeit Ihrer Katze für eine FIP-Erkrankung erhöhen. Was Ihre Samtpfote unter Stress setzt, ist dabei äußerst individuell und von Charakter und Gewohnheiten abhängig. Als gängige Faktoren gelten:
    • Umgewöhnung durch Umzüge, Ausgangsbeschränkungen oder neue Artgenossen
    • Anspannung durch Probleme mit anderen Tieren oder Menschen
    • Tierarztbesuche
    • Revierkämpfe oder große Gruppen im engen Umfeld


Eine Erkrankung ist jedoch nicht einzig bei Katzen möglich, die den beschriebenen Gruppen angehören. Sind die Viren besonders aggressiv, können Sie auch ansonsten kerngesunden Katzen stark zusetzen. Und nicht nur unsere Stubentiger sind betroffen: FIP gibt es für jede Katzenart – von der Haus-, über die Wild- bis hin zur Raubkatze.

Woran Sie FIP erkennen und wie die Krankheit auftritt

Wenn Sie Glück haben, verfügt Ihr Liebling über ein völlig intaktes Immunsystem und ist fit genug, um die Viren in Bann und auf diese Weise vom Ausbruch abzuhalten. Doch leider ist das nicht immer der Fall.

Einmal ausgebrochen, ist es aber umso wichtiger, dass Sie zügig einen Arzt aufsuchen und handeln – auch wenn eine Heilung ausgeschlossen ist.

Klassische Symptome einer FIP-Infektion

Indem Sie Symptome frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren, können Sie zumindest dafür sorgen, dass Ihre Samtpfote möglichst wenig Leid erfährt. Zu den häufigsten Anzeichen einer FIP-Erkrankung im ersten Krankheitsstadium zählen klassischerweise:

  • Erbrechen und Durchfall 
  • Schnupfen und Austritt von Nasen- und Tränensekret
  • Bindehautentzündung und Nickhautvorfall
  • Langanhaltendes Fieber
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust 
  • Müdigkeit und Apathie
  • Gelbsucht der Haut oder der Schleimhäute
  • Störungen des Bewusstseins oder des zentralen Nervensystems (schiefer Kopf, Koordinations- und Gleichgewichtsschwierigkeiten, Krämpfe etc.)
  • Je nach Art der Erkrankungen:
    • Zunahme des Bauchumfangs (feuchte FIP Bauchhöhle)
    • Atembeschwerden (feuchte FIP Brusthöhle)
    • Blutarmut (trockene FIP)

Die Liste ist lang und könnte sicherlich noch um einige Punkte ergänzt werden – denn vereinzelt kommt es auch zu Auffälligkeiten beim Urinieren, Entzündungen einzelner Organe wie zum Beispiel der Nieren und weiteren Symptomen. Es gibt folglich kein strenges Muster, an dem sich die Krankheitssymptome orientieren – seien Sie bei ersten möglichen Anzeichen wachsam und zögern Sie nicht, zum Tierarzt zu gehen.

Der Besuch beim Tierarzt: So verläuft die Diagnose

Die Vielzahl der möglichen Symptome erschwert auch die Diagnostik. Da es sich bei der Felinen Infektiösen Peritonitis um eine Viruserkrankung handelt, kann sie über die Antikörperkonzentration im Blut des Tieres nachgewiesen werden. Sobald Sie den Verdacht hegen, dass Ihr Kätzchen betroffen sein könnte, kann der Tierarzt eine Blutentnahme durchführen. Mit der Messung erhalten Sie die Gewissheit, ob bei Ihrer Katze eine FCOV-Infektion vorliegt. Ob es sich dabei um die FIP-Mutation handelt, kann mit der Blutprobe allein nicht eindeutig festgestellt werden. Hierzu bedarf es anschließend weiterer Untersuchungen.

Ausprägungen der FIP-Erkrankungen

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Ausprägungen der FIP. Differenziert wird gemeinhin zwischen einer feuchten und einer trockenen FIP. Beide können sich zunächst durch die oben gelisteten Symptome äußern und weisen im weiteren Verlauf – dem zweiten Stadium – zusätzlich verschiedene spezifische Symptome auf.

Feuchte FIP

Die feuchte FIP zeichnet sich durch teils massive Flüssigkeitsansammlungen in der Bauch- oder Brusthöhle aus. Hier wird erneut zwischen einer FIP mit Bauchhöhlenerguss und einer FIP mit Brusthöhlenerguss unterschieden.

Feuchte FIP mit Bauchhöhlenerguss

Bei dieser Ausprägung sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum und das Bauchfell entzündet sich. Die teils enormen Mengen sorgen für einen starken Wachstum des Bauchumfangs – und das obwohl die Katzen häufig unter Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit leiden. Die Wassermassen im Bauch können je nach Ausmaß auch auf die Organe drücken und zusätzliche Beschwerden verursachen. Durch eine Punktion kann der Tierarzt Flüssigkeit entnehmen – diese ist gelb und zieht Fäden. Mehr als die Hälfte aller Katzen, bei denen FIP ausbricht, leiden unter der sogenannten Bauchwassersucht.

Feuchte FIP mit Brusthöhlenerguss

Bei der feuchten FIP mit Brusthöhlenerguss kommt es ebenfalls zu einer Flüssigkeitsansammlung – allerdings nicht im Bauch, sondern im Brustraum. Diese geht zumeist mit einer Entzündung des Brustfells einher und stimmt optisch, wie bei einer Punktion ersichtlich wird, mit der Flüssigkeit in der Bauchhöhle überein. Durch die Nähe zur Lunge kommt es bei Brusthöhlenergüssen – auch Pleuraergüsse – oftmals zu Einschränkungen in der Atmung, die je nach Ausmaß auch in Atemnot resultieren.

Trockene FIP

Eine trockene FIP verläuft mit wenig oder ganz ohne Flüssigkeitsansammlung im Körper – dennoch kommen langfristig weitere Symptome hinzu. Dazu zählen beispielsweise Verklumpungen des Gewebes und Entzündungen, die sich über den gesamten Körper erstrecken. Obgleich sie vermehrt im Bauch auftreten, können beinahe alle Organe – auch Augen, Gehirn und Haut – betroffen sein. Eine häufige Folge ist Blutarmut, aber auch Nickhautvorfälle, Gelbsucht und neurologische Ausfälle deuten auf eine trockene Form der FIP hin.

Behandlung und Prävention: Was können Sie für Ihre Katze tun?

FIP kann bekanntlich nicht geheilt werden. Das macht die Diagnose für Katzenbesitzer umso schlimmer und verursacht große Angst vor einer Ansteckung. Je nach Situation sind daher zwei Fragen zentral:

  1. Wie helfe ich meiner Katze bei einer Infektion?
  2. Wie schütze ich meine Katze vor einer Infektion?

Behandlungsmöglichkeiten für Katzen mit FIP

Zwar kann kein Allheilmittel verabreicht werden, um die Katze gänzlich von der Erkrankung zu befreien, je nach Schwere der Auswirkungen kann Ihre Katze aber zumindest schmerz- und symptomlindernd behandelt werden. Konkret bedeutet das, dass Mittel verabreicht werden, die die Entzündung hemmen und zugleich das Immunsystem stärken.

Leider ist es mit der FIP-Behandlung wie bei den meisten nicht heilbaren Krankheiten: ein wahrer Balanceakt. Denn oft neigen wir Menschen dazu, den Wunsch, unseren liebsten Vierbeiner nicht zu verlieren, als oberste Priorität zu betrachten. Dabei ist es im Endeffekt das Wohl des Tieres, das an erster Stelle steht. Besprechen Sie im Fall einer Erkrankung deshalb mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens, ob und inwiefern eine Behandlung Sinn macht und was Sie damit bezwecken. Sind die Maßnahmen vielleicht lebensverlängernd, wirken sich aber negativ auf die Lebensqualität Ihrer Katze aus? Dann kann manchmal die schmerzhafteste Entscheidung die beste im Sinne des Tieres sein. Vor allem bei schweren Verläufen ist eine Euthanasie mitunter der einzige Weg, um den treuen Begleiter von seinem Leid zu erlösen.

Ein spezifisches Medikament zur Behandlung der Infektionskrankheit ist Stand jetzt noch nicht erhältlich. Zwar stuften Forscher jüngst ein neues antivirales Therapiemittel als vielversprechend ein, die Zulassung für den deutschen Markt ist allerdings noch nicht erfolgt. Bis dahin heißt es warten und hoffen.

Eine konventionelle Methode, um Ihr Kätzchen dennoch ein wenig aufzupäppeln und zumindest eine gute Nährstoffversorgung zu gewährleisten, ist die Ernährung. So können Sie dem Gewichtsverlust, der oft mit einer Erkrankung einhergeht, zumindest ein bisschen entgegenwirken – ohne dabei Risiken einzugehen oder der Katze zusätzlichen Schaden oder Stress zuzufügen.

Hier empfiehlt sich eine leicht verträgliche und unterstützende Ernährung, die Ihre Katze zugleich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Hat Ihr Stubentiger durch die Erkrankung auch noch mit Appetitlosigkeit zu kämpfen und sträubt sich womöglich sogar bei der Fütterung? Dann kann ein Katzen-Drink Abhilfe schaffen und ein wenig Zusatzenergie liefern. Als Ergänzung zum klassischen Nass- oder Trockenfutter können nährstoffreiche und leckere Getränke vor allem erkrankte Katzen zur Nahrungsaufnahme animieren.

Präventionsmöglichkeiten für gesunde und vorbelastete Katzen

Gänzlich verhindern können Sie eine Infektion Ihrer Katze mit dem Coronavirus und eine möglicherweise daraus resultierende Mutation, die zu einem FIP-Ausbruch führt, nicht. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die mehr oder weniger großen Erfolg versprechen:

  • Senkung des Infektionsdrucks durch weniger Stress
    Ein erhöhter Infektionsdruck besteht vor allem für junge, alte, kranke und gestresste Katzen. Besonders der Stressfaktor, dem eine Katze ausgesetzt ist, lässt sich aber minimieren. Diesen können Sie mindern, indem Sie
    • keine großen Gruppen halten
    • Ihren Alltag und den der Katze stressarm gestalten
    • Gewohnheiten aufbauen und etablierte Strukturen beibehalten
  • Hygienische Vorkehrungen treffen
    • Mehrere Katzenklos, die häufig gereinigt werden
    • Regelmäßige Reinigung von Textilien, Bürsten und Co.
  • Impfung
    Eine prophylaktische Impfung zur Vorbeugung der Erkrankung ist erhältlich, in ihrer Wirkung allerdings stark umstritten. Wenn schon einmal eine FCOV-Infektion vorlag, zeigt der in die Nase injizierte Impfstoff ohnehin keine Wirkung. Auch hierzu empfiehlt sich in besonderem Maße eine Beratung durch den behandelnden Tierarzt.
  • Stärkung des Immunsystems
    Eine Stärkung des Immunsystems, beispielsweise durch spezielle Mittel kann Infektionen im Allgemeinen vorbeugen. Eine ausgewogene, energiereiche Ernährung sorgt zudem für gute Grundvoraussetzungen.

FAQ – häufige Fragen

Bei FIP handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch eine Ansteckung mit dem Felinen Coronavirus verursacht wird. Ihre Katze kann sich also nicht ohne Weiteres bei einer anderen mit FIP anstecken – mit FCO-Viren aber durchaus. Ob diese im Körper der Katze mutieren, hängt von verschiedenen, kaum beeinflussbaren Faktoren ab. Eine Übertragung feliner Coronaviren auf den Menschen ist nicht möglich, der Mensch kann aber als Überträger fungieren – beispielsweise, indem sich kleine Kotpartikel in der Kleidung verfangen und dort von anderen Katzen aufgenommen werden.

Wenn Sie Symptome einer FIP-Erkrankung feststellen, das Virus also nicht erfolgreich vom Immunsystem abgewehrt werden konnte und ausbricht, besteht kaum Zweifel daran, dass es für Ihre Katze tödlich verlaufen wird. Diese Erkenntnis schmerzt und ist sehr traurig. Der Fokus sollte deshalb bei einer Erkrankung darauf liegen, stets im Sinne der Katze zu handeln, um ihr Leid so klein und kurz zu halten, wie nur möglich. Ein enger Austausch mit dem Tierarzt ist unverzichtbar.